Die Windmühlen (Uraufführung)

von Jeton Neziraj

Giselas Vater erhält vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten den Auftrag, für ein Jahr im Kosovo ein Projekt zum Bau von Windkraftanlagen zu koordinieren. Seine Familie, Mutter und Tochter, werden mitgehen. Sie haben aber überhaupt keine Lust auf das fremde Balkan-Land, das sie nur aus dem Fernsehen kennen. Unsicher, was sie dort erwarten wird, lesen sie Bücher und durchstöbern Webseiten. Sie fangen an, die vermeintlich wichtigsten Wendungen auf Albanisch zu lernen wie »Tun Sie mir nichts, ich habe nichts Schlechtes getan« oder »Jemand treibt sich in unserem Garten herum«.
In Prishtina angekommen, leben sie abgeschirmt in einem Diplomatenviertel. Die zehnjährige Gisela geht in eine Internationale Schule und hat keinen Kontakt zu kosovarischen Kindern. Es ist ihr streng verboten, den Garten ihres Hauses zu verlassen.
Eines Tages fliegt ein Ball über den Zaun. Ein zwölfjähriger Junge, Dani, springt hinterher. Die beiden freunden sich an und Gisela beschließt, sich über das Verbot ihrer Eltern hinweg zu setzen und ihren Garten zu verlassen.

Zu den Spielterminen