"Kriegerin" mehr denn je das Stück der Stunde

Fünf Vorstellungen im November und Dezember. Wiederaufnahme am 25. 11. um 20 Uhr in der BOXX

Gegenwärtig beobachten wir ein Erstarken des Rechtsextremismus, der längst in ganz Deutschland und in vielen Teilen Europas zur Gefahr geworden ist. Soziale Unsicherheit und Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung sind der Nährboden für die Ressentiments gegenüber allem Fremden. Im Zuge der Flüchtlingskrise haben rassistisch motivierte Gewalttaten massiv zugenommen. Rechtsextreme nutzen die Situation aus, um Stimmung zu machen. Rechtes Gedankengut macht sich zunehmend in der „Mitte der Gesellschaft“ breit. Deshalb ist "Kriegerin" mehr denn je das Stück der Stunde. Dieses Stück von Tina Müller, nach dem gleichnamigen Film von David Wnendt, untersucht den Weg junger Menschen in den Rechtsextremismus. Es erzählt die Geschichte zweier junger rechtsextremer Frauen, deren Entwicklung gegenläufig ist. Während die eine, Svenja, in die Szene einsteigt, durchlebt die Ältere, Marisa, einen Weg, der sie schließlich zum geplanten Ausstieg führt. Das Stück zeichnet ein Psychogramm dieser Figuren, fragt nach dem Warum ihrer Entwicklungen und betrachtet gleichzeitig die derzeitige Situation von Flüchtlingen in Deutschland.