Anders

nach dem Roman von Andreas Steinhöfel

Empfohlen ab 13 Jahren

Felix bedeutet der »Glückliche«. Bis zu seinem 11. Lebensjahr schien der Name für ihn wirklich zutreffend zu sein. Doch am ersten Tag des 12. Jahres wurde alles anders. Ein Unfall lässt den Jungen für lange Zeit ins Koma fallen. Als er daraus wieder erwacht, hat er fast keine bleibenden Schäden. Nur seine Erinnerung will nicht so richtig zurückkehren. Außerdem ist Felix anders und möchte deshalb künftig auch »Anders« genannt werden.
Felix/Anders kann plötzlich hinter die Fassade seiner Mitmenschen sehen. Ihre Eigenschaften, die er ihnen auf den Kopf zusagt, sieht er als farbige Aura, die ihm zeigt, ob diese Menschen freundlich sind, langweilig, oder ob sie etwas zu verbergen haben. Seine Mutter kommt überhaupt nicht damit klar, dass ihr Sohn sich verändert hat. Sie hatte vor seinem Unfall zielstrebig darauf hingearbeitet, dass Felix ein erfolgreiches, mustergültiges Leben führt. Auch seine Lehrer empfinden seine unverblümte Art als befremdlich, sie macht anderen Angst. Der einzige, der sich über Felix/Anders Veränderung freut, ist sein alter Mathenachhilfelehrer Eckehard Stack. Früher fand er den Jungen ängstlich und angepasst, jetzt hingegen tritt er viel freier auf.
Und dann sind da noch Felix‘/Anders‘ Freunde Nisse und Ben, die heilfroh sind, dass sein Gedächtnis nicht mehr richtig funktioniert. Denn kurz vor seinem 12. Geburtstag war etwas vorgefallen, das niemand erfahren darf.

Andreas Steinhöfel ist schon 2013 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Mit seinen Büchern »Paul Vier und die Schröders« und den Geschichten um Rico und Oskar hat er unvergessliche Helden der Kinder- und Jugendliteratur geschaffen. Seine Sympathie gehört den Außenseitern, wie auch in seinem 2014 erschienen Buch »Anders«, das jetzt auch als Theaterstück vorliegt. Die Geschichte von Felix/Anders ist spannend wie ein Krimi. Und sie ist auch für Erwachsene reizvoll, denn es geht unter anderem um die richtige Balance zwischen Behüten und Loslassen, die Eltern und Lehrer im Umgang mit Heranwachsenden finden müssen. 


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