Autor im Gespräch

Feridun Zaimoglu zu Gast bei Wolfgang Niess (SWR)

Gleich mit seinem ersten Buch hat er 1995 dauerhaft Spuren hinterlassen: »Kanak Sprak« wurde zum geflügelten Wort für die Sprache der Deutsch-Türken. Feridun Zaimoglu stammt aus der Türkei, kam aber schon ein Jahr nach seiner Geburt nach Deutschland. Hier ging er zur Schule, hat Kunst- und Medizinstudien begonnen, bevor er sich für das Schreiben entschied. Mit Romanen wie »German Amok«, »Leyla« und »Liebesbrand« hat er das Publikum für sich gewonnen und die Kritik überzeugt. Zaimoglu hat für seine literarischen Arbeiten zahlreiche Preise bekommen, allein für »Leyla« den Carl-Amery-Literaturpreis und den Grimmelshausen-Preis. 2012 wurde er mit dem Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet. Zaimoglu ist ein dezidiert politischer Autor, der sich immer wieder an politischen Debatten über Integrationsfragen und den Islam beteiligt hat. Auch literarisch ist er ein Wanderer zwischen den Welten. In seinem letzten Roman »Siebentürmeviertel« hat er von den Problemen eines Jugendlichen erzählt, der 1939 von Deutschland nach Istanbul emigrieren muss, wo Kulturen, Religionen und menschliche Leidenschaften hart aufeinander prallen. Jetzt hat der Muslim Zaimoglu einen »Luther-Roman« geschrieben. In »Evangelio« geht es um die Monate auf der Wartburg, in denen Martin Luther das Neue Testament übersetzt und heftigsten Anfeindungen ausgesetzt ist.

Eine Kooperation mit der Stadtbibliothek Heilbronn und dem SWR Studio Heilbronn.

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