Christoph Winkler

Urban Soul Café

Festival Tanz! Heilbronn

Gute-Laune-Solo eines beeindruckenden jungen Tänzers. Aloalii Tapu lebt in Neuseeland und tanzt eigentlich Hip Hop. Im Alter von 18 Jahren nimmt er an einem Projekt mit Royston Maldoon teil, dem »Sacre du printemps«, nicht zuletzt, weil er dort zusammen mit Mädchen tanzen kann. Er entscheidet sich für eine professionelle Tanzausbildung, und ein Vorstellungsbesuch von Pina Bauschs »Café Müller« wird zum Schlüsselerlebnis. Er lernt zeitgenössische Techniken, was in seinem polynesischen Umfeld Verwunderung hervorruft: »You are dancing like a white guy (Du tanzt ja wie ein Weißer)«. Am Ende seiner Ausbildung bewirbt er sich am anderen Ende der Welt beim Berliner Choreografen Christoph Winkler und wird umgehend engagiert.
Mitreißend erzählt Aloalii aus seinem bisherigen Leben, voller Wärme für »seine Leute«: Familie und Freunde. Er tanzt sich durch verschiedene Stile und befragt Momente der westlichen Tanzgeschichte aus einer außereuropäischen, nicht-weißen Perspektive in dem Versuch, einen eigenen Ausdruck zu finden.

Christoph Winkler, geboren in Torgau in der ehemaligen DDR, absolvierte seine Tänzerausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin und studierte Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Seit 1998 ist er freischaffend tätig. Seine Arbeit umfasst ein breites Spektrum von Formaten und reicht von sehr persönlichen bis hin zu politischen Themen (z.B. über Rechtsradikalismus, Symboliken Europas und Postkolonialismus). 2014 gewann sein Stück »Das Wahre Gesicht - Dance Is Not Enough«, ein heiterer Überblick über verschiedene Inszenierungsformen von Protest, den FAUST-Preis des Deutschen Bühnenvereins in der Kategorie »Beste Choreografie«.
Aloalii Tapu erhielt 2016 den FAUST als »Bester Tänzer« für seine Darstellung in »Urban Soul Café«.

Eine Produktion von Christoph Winkler und ehrliche arbeit – freies Kulturbüro in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

Dauer

55 Min.

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