Emil und die Detektive

Nach dem Roman von Erich Kästner

Schauspiel ab 6 Jahren

Emil Tischbein darf in den Ferien zum ersten Mal allein mit dem Zug nach Berlin fahren. Am Bahnhof Friedrichstraße werden seine Oma und seine Cousine Pony Hütchen ihn erwarten. Emil ist nicht nur wegen der Fahrt aufgeregt. In seiner Jackentasche hat er 140 Mark, die er seiner Großmutter von seiner Mutter übergeben soll. Das ist sehr viel Geld. Frau Tischbein ist Friseurin und musste lange dafür arbeiten. Weil Emil das weiß, passt er besonders gut auf die Scheine auf und steckt sie mit einer Nadel im Innenfutter seiner Jacke fest. Jetzt kann nichts mehr passieren. Auf der langen Fahrt schlummert Emil ein und träumt wildes Zeug. Als er wieder aufwacht, geht sein erster Griff in die Jackentasche. Das Geld ist weg! Rausfallen konnte es nicht! Es muss gestohlen worden sein. Das kann nur der merkwürdige Mann von gegenüber gewesen sein, der sich als Herr Grundeis vorgestellt hat und Emil schon die ganze Zeit sehr komisch vorkam. Als Emil aus dem Fenster schaut, sieht er den Dieb aussteigen. Bahnhof Zoo, eine Station zu früh. Trotzdem springt Emil ihm hinterher und nimmt die Verfolgung auf. Soll er die Polizei rufen? Das geht nicht, weil er selbst in seiner Heimatstadt ein Denkmal beschmiert hat und nun befürchtet, dass ihn die Polizei vielleicht deshalb sucht. Also muss er den Dieb selbst stellen. Zum Glück bekommt er bald Hilfe von Gustav mit der Hupe und seinen Freunden. Von nun an gilt: Parole Emil!

»Emil und die Detektive« aus dem Jahre 1929 war Erich Kästners erster Roman für Kinder. Er wurde ein Welterfolg und ist bis heute einer der beliebtesten Kinderbuchklassiker. Spannungsreich und ohne verklärenden Kitsch und Kindertümelei beschrieb Kästner als einer der ersten das reale Leben der Heranwachsenden, die genauso wenig wie Erwachsene in einer heilen Welt leben. Inspiration soll ein Erlebnis aus seiner eigenen Kindheit gewesen sein, als eine Schwindlerin seine Mutter, die auch hart als Friseurin arbeitete, um einen großen Geldbetrag betrog. Der kleine Erich Kästner machte sie ausfindig und konnte sie überführen.

»Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt. Früher waren sie Kinder, dann wurden sie erwachsen, aber was sind sie nun? Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.« (Erich Kästner)


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