F. Zawrel - Erbbiologisch und sozial minderwertig

Schuberttheater Wien (AU)

Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter nicht fähig, die Familie zu ernähren. So wächst Friedrich Zawrel auf. Kinderjahre in Kaisermühlen, Delogierung, Heim, schließlich Spiegelgrund, jene ›Kinderfachabteilung‹ des Deutschen Reiches, in der Euthanasiemorde an kranken und behinderten Kindern stattgefunden haben. Vom Anstaltsarzt Dr. Gross wird Zawrel – als ›erbbiologisch und sozial minderwertig‹ eingestuft – gequält, doch er kann aus der Anstalt fliehen. Erst im Jahr 2000 kommt es nach vielen Bemühungen Zawrels zum Gerichtsverfahren.
›Was Nikolaus Habjan und sein Regisseur Simon Meusburger in ihrer fast zweistündigen Inszenierung ›F. Zawrel - Erbbiologisch und sozial minderwertig‹ dem Publikum präsentieren, ist ein selten gelungener, hoch interessanter Balanceakt zwischen Theater und Dokumentation. (…) Vor allem stimmlich setzt der unverkennbar von Neville Tranter inspirierte und geprägte Puppenspieler und Musiktheaterregisseur mit seiner Fähigkeit, virtuos und federleicht den Wesenskern der jeweiligen Akteuren zu treffen, Maßstäbe‹ (Double)
Die Inszenierung erhielt den Nestroypreis 2012 in der Kategorie Beste Off-Produktion.


Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren

Spiel:

Nikolaus Habjan

Figuren:

Nikolaus Habjan

Buch:

Nikolaus Habjan und Simon Meusburger

Regie:

Simon Meusburger

www.schuberttheater.at

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