Patricks Trick

Von Kristo Šagor

Schauspiel ab 9 Jahren

Nachts hört Patrick seine Eltern in der Küche flüstern. »Und was machen wir jetzt?«, fragt sein Vater und ist total durch den Wind. Seine Mutter meint, dass das eine blöde Idee war mit dem Test. Was für ein Test, fragt sich Patrick. Vielleicht ein Schwangerschaftstest? Und der 11-Jährige freut sich, denn er hat sich schon immer einen Bruder gewünscht. Zwar wäre ihm ein großer Bruder lieber gewesen, aber das geht ja nun nicht mehr. In der nächsten Nacht lauscht er wieder und hört, dass das Kind vielleicht nie lernen wird zu sprechen. Irgendwann fällt das Wort »behindert« und dass seine Eltern nicht wissen, wie sie das Patrick beibringen sollen.
 Doch der hat längst eine Mission: »Mein Bruder wird vielleicht nie sprechen können und ich will das verhindern.« Wie macht man das? Er fragt seinen besten Freund Valentin. Der rät ihm, zu Danijel zu gehen, obwohl alle vor dem Angst haben. Der hat selbst erst vor vier Jahren Deutsch gelernt und weiß ganz sicher, wie das geht. Durch Üben und Wiederholen, erklärt Danijel und nimmt Patrick mit zu seinem kroatischen Boxtrainer. Der meint, dass man Sprechen durch Zuhören lernt. Patrick soll einfach viel mit ihm reden. Er fragt auch seine Deutschlehrerin Frau Schlepper, die behinderte Gemüsefrau und einen Mann, den alle nur den Professor nennen. Alle lassen sich auf Patrick und seine Fragen ein, und jeder kann ihm ein bisschen weiter helfen.
»Patricks Trick« ist trotz des ernsten Themas ein äußerst humorvolles Stück. Zwei Schauspieler spielen zum einen Patrick und seinen noch ungeborenen Bruder, der die ganzen Ereignisse fröhlich kommentiert, aber sie »switchen« auch in alle anderen Rollen. Aus Sicht eines Kindes werden alle Probleme direkt angesprochen und ehrlich diskutiert. Der Autor Kristo Šagor sagt, er wünsche sich, dass die Zuschauer Mut und Optimismus aus diesem Stück mitnehmen. Es wurde mit dem Kinder- und Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2014 ausgezeichnet.


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