Sweeney Todd - The demon Barber of Fleet Street

Musical-Thriller von Stephen Sondheim und Hugh Wheeler

Gastspiel des Oldenburgischen Staatstheaters

London, mitten im 19. Jahrhundert. In der geschäftigen Fleet Street betreibt der junge Ehemann und frisch gebackene Vater Benjamin Barker erfolgreich seinen Barbierladen. Doch wo Glück gedeiht, ist der Neid nicht weit: Der mächtige Richter Turpin hat es auf Barkers schöne Frau Lucy abgesehen und nutzt die erstbeste Gelegenheit, den Barbier in eine australische Strafkolonie zu verbannen. Nun sind fünfzehn Jahre vergangen, und Barker kehrt unter dem Decknamen Sweeney Todd nach London zurück. Seine Frau, so erfährt er, hat sich vergiftet. Seine Tochter Johanna lebt als Mündel im Haus des skrupellosen Richters, der sich – lüstern wie eh und je – mit dem Gedanken trägt, sie zu seiner Frau zu machen. Sweeney bezieht wieder sein altes Geschäft in der Fleet Street und sinnt auf teuflische Rache an seinem Peiniger. Als ihm aber ein Konkurrent auf die Schliche kommt und im Barbierstuhl ein blutiges Ende nimmt, ist guter Rat teuer. Was soll mit der Leiche geschehen? Da hat die patente Pastetenbäckerin Mrs. Lovett, die im selben Haus wohnt, eine rettende – und überraschend einträgliche – Idee ...

Durch gefeierte Neuinszenierungen am New Yorker Broadway und im Londoner WestEnd und, nicht zu vergessen, Tim Burtons aufwändige Verfilmung mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter erlebte Stephen Sondheims und Hugh Wheelers »Musical-Thriller« im letzten Jahrzehnt eine regelrechte Renaissance. Sondheim selbst nennt sein mitreißendstes Werk, das sich aus der klassischen Schauerliteratur ebenso speist wie aus Groschenromanen und Horrorfilmen, eine »schwarze Operette«. Rabenschwarz ist auch tatsächlich der Humor von »Sweeney Todd«, das als durchkomponiertes Musical in die Nähe einer großen Broadway-Oper rückt. Die Uraufführungsinszenierung am Broadway gewann acht Tony Awards, unter anderem als »Bestes Musical«.
Mit »Sweeney Todd« knüpfen wir wieder an unsere langjährige Gastspieltradition mit dem Oldenburgischen Staatstheater an. Die dunkel schillernd-makabre Inszenierung stammt von dem international gefeierten Engländer Michael Moxham (Royal Opera House Covent Garden, Theater an der Wien, La Monnaie Brüssel), der genau das richtige Understatement für diese sehr britische Gruselmär mitbringt.

musikalische leitung

Carlos Vázquez

regie

Michael Moxham

ausstattung

Jason Southgate


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