Was ihr wollt

Komödie von William Shakespeare

Komödie

Bei einer Schiffskatastrophe vor der Küste Illyriens werden die Zwillinge Viola und Sebastian auseinander gerissen. Jeder hält den anderen für tot. Doch das Leben muss weitergehen, und Viola beschließt, als Mann verkleidet, in die Dienste Orsinos, Herzog von Illyrien, zu treten. Niemand durchschaut ihre Maskerade und schnell gewinnt Cesario, so nennt sich Viola jetzt, das Vertrauen des Herrschers. Den treibt momentan nur ein Gedanke um, seine Liebe zur Gräfin Olivia. Diese erhört den Herzog nicht, sie hat sich nach dem Tode ihres Bruders eine siebenjährige Trauer auferlegt. Aber Orsino gibt nicht auf und schickt seinen neuen Vertrauten Cesario zur Gräfin, auf dass der für den Herzog bitten möge. Angesichts des schönen »jungen Mannes« vergisst Olivia ihre Trauer und verliebt sich in »ihn«. Viola, alias Cesario, ist doppelt verzweifelt wegen dieser Entwicklung. Denn ihre Liebe gehört dem Herzog, dem sie sich jedoch als Mann nicht offenbaren darf.
Als wenn das nicht schon verzwickt genug wäre, hat sich auch Junker Christoph von Bleichenwang, der Saufkumpan von Olivias Onkel Junker Tobias von Rülp, in die Gräfin verguckt und möchte sie unbedingt heiraten. Und auch der blasierte Haushofmeister Malvolio hat heimlich ein Auge auf seine Herrin geworfen. Das nutzt Marie, die Dienerin von Olivia, zusammen mit den beiden Junkern für eine kleine bösartige Intrige aus, indem sie dem rechthaberischen Haushofmeister vorgaukeln, seine Herrin würde seine Gefühle erwidern.
Und auch damit noch nicht genug an Liebesverwirrungen im schönen Illyrien. Denn eines Tages taucht Violas Zwillingsbruder Sebastian wieder auf, der seiner Schwester ungemein ähnlich sieht, erst recht jetzt, da sie sich als Mann ausgibt. Der einzige, der das Spiel zu durchschauen scheint, ist, wie sollte es anders sein, der Narr.

»Was ihr wollt«, 1601 uraufgeführt, ist eine von Shakespeares bekanntesten und beliebtesten Komödien. Ihr Thema ist die Verkleidung und das freie Spiel der Geschlechter. Illyrien ist ein Ort, an dem die »Normen« außer Kraft gesetzt sind. Die Maskerade erlaubt die Lust an jeglicher Verbindung. Jeder ist verliebt und niemand weiß, wer der andere wirklich ist.


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