OUT OF JOINT

steptext dance project / Vuyani Dance Theatre

»Out of Joint«: das ist ein furioser Tanztheaterabend zwischen ­Südafrika und Deutschland, der aus unterschiedlichen Perspektiven einen gemein­samen Blick auf die Welt findet und ihn unterhaltsam und nachdenklich in Bilder und Bewegung umsetzt. »Aus den Fugen« bersten derzeit die gesellschaftlichen Ordnungen. Weltweit verschieben sich Macht­balan­cen, brechen Ängste und Anfeindungen hervor. Mit »Out of Joint« bringen der Bremer Choreograf Helge Letonja und sein Kollege Gregory Maqoma aus Johannesburg eine transkulturelle Konfrontation zum ­Tanzen. Sie haben wechselseitig mit Tänzerinnen und Tänzern der je­weils anderen Kompanie geprobt und am Ende ihre künstlerischen Handschriften zu einem Stück verwoben. Entstanden ist ein ausdrucksstarkes und zeitgenössisches Panorama der Spreng- und Fliehkräfte, Lähmungen und Rebellionen individueller wie sozialer Körper.

Nach der Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Helge Letonja, Anke Euler und den Tänzerinnen und Tänzern statt.



Helge Letonja gründete nach beruflichen Stationen an der Oper Graz, bei Jan Fabre, Montréal Danse und am Tanztheater Bremen 1996 das steptext dance project. Seitdem entstanden über 40 auch international tourende Produktionen. Zusammen mit der Dramaturgin Anke Euler initiierte und organisierte er 2014 AFRICTIONS, ein in mehreren deutschen Städten stattfindendes Festival, in dem auch Gregory Maqoma zu Gast war.
Dieser gründete 1999 das Vuyani Dance Theatre in Johannesburg. Seit 2003 verfügt die Gruppe über eine feste Spielstätte, die zugleich als Produktions- und Ausbildungszentrum dient. Gregory Maqoma ist gefragter Tänzer und Choreograf in zahlreichen multinationalen Kollaborationen und erhielt mehrere Preise für seine eigenen Werke und für sein Engagement für die Tanzkunst in Südafrika.



»Out of Joint« ist ein Zitat aus Shakespeares »Hamlet«: »Die Welt ist aus den Fugen«, heißt es dort. Was das für die Gemeinschaft und den Einzelnen bedeuten kann, führen die sechs Tänzer bei ihrem Auftritt in der ausverkauften hannoverschen Eisfabrik dem Publikum eindrucksvoll vor Augen. Und das ist gut. Richtig gut. Denn es zeigt, dass politisches Tanztheater nicht nur möglich, sondern auch auf ganz unangestrengte Weise unterhaltsam sein kann. ... Die unterschiedlichen Handschriften ergänzen sich erstaunlich gut. Hier ist nichts aus den Fugen, sondern es fügt sich alles wunderbar zusammen.
Kerstin Hergt, Hannoversche Allgemeine, März 2017

Konzept, Choreografie:

Helge Letonja & Gregory Maqoma

Dramaturgie:

Anke Euler

Komposition:

Serge Weber

Bühne:

Helge Letonja, Julia Arroja da Silva

Kostüm:

Katja Fritzsche,
Keaoleboga Seodigeng

Lichtdesign, Technische Leitung: 

Timo Reichenberger

Tanz:

Kossi Sébastien Aholou-Wokawui, Thulisile Binda, Oh Chang Ik, Steven Chauke, Mariko Koh,
Phumlani Life Mndebele

Produktion: steptext dance project & Vuyani Dance Theatre _ Koproduktion: bremer shakespeare company _ Gefördert durch: Senator für Kultur Bremen, NATIONALES PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags _ Unterstützt von: Waldemar Koch Stiftung Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Fonds Darstellende Künste im Rahmen von HOMEBASE.

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Dauer

60 Minuten

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