Rigoletto

Oper von Giuseppe Verdi

Gastspiel Theater Heidelberg

Rigoletto, der Hofnarr des Herzogs von Mantua, muss wegen seiner äußerlichen Missgestalt viel Ausgrenzung ertragen. Er rächt sich dafür mit Spott, dem niemand entgeht. Die Höflinge fürchten und hassen den Narren wegen seines Zynismus. Erst recht, weil er im Grunde das Sagen am Hofe hat, denn der Herzog führt viel lieber ein ausschweifendes Leben. Kein schönes Mädchen ist vor ihm sicher. Er nimmt sie sich, wenn es sein muss, auch mit Gewalt. Gerade hat er die Tochter des Grafen Monterone entehrt. Als Monterone den Herzog öffentlich zur Rechenschaft ziehen will, verhöhnt ihn
Rigoletto und wird dafür gemeinsam mit dem Herzog vom Grafen verflucht.
Niemand ahnt, dass sich hinter Rigolettos bösem Sarkasmus eine große Sorge verbirgt. Er hat eine Tochter, Gilda, die erst seit kurzem bei ihm lebt und die er in seinem Haus versteckt, um sie vor den buhlerischen Machenschaften am Hofe zu schützen. Nach dem Tod der Mutter wuchs sie zunächst in einem Kloster auf, bis sie ihr Vater, der sie auf erdrückende Weise liebt, zu sich holte. Er erlaubt ihr nur den Gang zur Kirche in Begleitung ihrer Amme. Und er ahnt nicht, dass sie sich dort in einen charmanten Mann verliebt hat, eben jenen Herzog von Mantua, der sich ihr gegenüber als Student ausgibt.
Die Höflinge, die so oft den Hohn des Hofnarren ertragen mussten, spionieren sein Haus aus, um sich an ihm zu rächen. Sie halten die junge Frau für Rigolettos Geliebte, wollen sie entführen und dem Herzog ausliefern. Ohne es zu wissen wird Rigoletto sogar zu deren Handlanger. Als er erkennen muss, dass auch Gilda ihre Unschuld an den Herzog verloren hat, heuert er den Auftragsmörder Sparafucile an, um dem triebhaften Herrscher endlich das Handwerk zu legen. Sparafuciles schöne Schwester soll ihn verführen. Rigoletto will seiner Tochter vor Augen führen, dass sie ihr Herz an einen Unwürdigen verloren hat. Doch die blinde Liebe seiner Tochter zu diesem Mann ist größer, als ihr Zorn über dessen Verrat. Das führt sie zu einem Entschluss mit fatalen Folgen …

Es war ein kühnes Sujet, das Giuseppe Verdi sich für seine Oper, die ein Auftragswerk für das ­Teatro Fenice in Venedig war, ausgesucht hat. Das Libretto von Francesco Maria Piave basiert auf Victor Hugos Drama »Der König amüsiert sich«, das nach seiner Uraufführung 1832 in Paris sofort verboten wurde und erst 50 Jahre später wieder aufgeführt werden ­durfte. »Rigoletto«, uraufgeführt 1851 in Venedig, gilt als ­erstes Meister­­werk Giuseppe Verdis und begründete dessen Weltruhm. Seit 167 Jahren gehört es zum festen ­Repertoire an den Opernhäusern der Welt.

Nächste Termine / Karten

    DO.14.02.2019   19:30 Uhr
    DI.26.02.2019   19:30 Uhr
    SA.02.03.2019   19:30 Uhr
    SO.17.03.2019   19:30 Uhr
    MI.20.03.2019   19:30 Uhr
    DO.18.04.2019   19:30 Uhr
    SA.27.04.2019   19:30 Uhr
    SO.05.05.2019   19:30 Uhr
    FR.10.05.2019   19:30 Uhr

Auch diese Inszenierungen könnten Sie interessieren:

  • 01.12.2018
  • Die Fledermaus
  • Operette von Johann Strauss
  • Gastspiel Theater Freiburg
  • 01.02.2019
  • Die Addams Family
  • Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice Basierend auf Figuren von Charles Addams
  • Gastspiel Theater für Niedersachsen